BIETIGHEIM-BISSINGEN (dpa-AFX) - Wegen der Coronakrise geht der Hemdenhersteller Olymp in Bietigheim-Bissingen im laufenden Jahr von einem Umsatzeinbruch von 20 Prozent aus. Das sagte Mark Bezner, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, der "Heilbronner Stimme" (Mittwoch). "Die Lage ist angespannt, aber nicht unternehmensgefährdend", sagte Bezner weiter.

Weil es kaum Geschäftsreisen, Meetings oder persönliche Treffen gebe, ziehe kaum jemand Anzüge und Businesshemden an. Die Geschäfte seien vielleicht wieder im Damen- und im sportiven Bereich gut angelaufen. "Der Durchschnittsmann tut sich aber schwer, mit einer Maske in ein Shoppingcenter zu gehen, um sich neue Kleidung zu kaufen, einen Anzug anzuprobieren und womöglich mit Maske im Gesicht vor den Spiegel zu treten", sagte Bezner.

Der Verkauf werde zumindest zum großen Teil über den eigenen Onlineshop ausgeglichen. Am Laden-Konzept halte das Unternehmen fest. "Wir denken auch über neue Standorte nach. Auch dieses Jahr sind Neueröffnungen geplant, von denen wir auch keinen Abstand nehmen." Während des Lockdowns waren die eigenen knapp 60 Olymp-Stores in Deutschland und Österreich geschlossen./tat/DP/zb