AACHEN (dpa-AFX) - "Aachener Zeitung" zu Außenpolitik im Wahlkampf und Rot-Grün-Rot:

"Ob es Deutschland gut geht, hängt in erster Linie nicht von der Digitalisierung oder der Bekämpfung einer gefährlichen Pandemie ab. Es kommt elementar auf etwas Anderes an für den stärksten und mächtigsten Staat mitten auf dem Kontinent mit seinen vielen Nachbarn, mit seinen wichtigen Partnern, mit seinen historischen Hypotheken und seinem unfassbaren Glück, mit seinem vom Export abhängigen Wohlergehen. Außenpolitische Unberechenbarkeit kann sich diese Nation auf keinen Fall leisten. Kein Schwanken, keine Sonderrolle, kein Ausscheren. Das Wichtigste, was jede Bundesregierung zu gewährleisten hat, ist das Vertrauen seiner Freunde. Das ist seit 1949 immer gelungen, egal, wer regiert hat. Außenpolitisches Verantwortungsbewusstsein im Wahlkampf zu thematisieren, kann man Rote-Socken-Kampagne nennen; nur trifft dieser Vorwurf nicht den ernsten Kern. Er soll ablenken. Die Frage nach einer verlässlichen Außenpolitik ist immer die Kernfrage."/yyzz/DP/nas