MAINZ (dpa-AFX) - "Allgemeine Zeitung" zur Ungewissheit in der Pandemie:

"In einer Situation wie dieser ist Demut besser als Zorn und Schlaumeierei. Ein wenig Achtung vor denen, die die Bürde der Entscheidungen auf sich nehmen, ist besser als der bequeme Ruf nach anderen, die es angeblich besser könnten. In jedem Fall ist das Schlüsse-aus-Fehlern-ziehen besser als das "Ich hab's doch gewusst". Das heißt nicht, dass wir uns fatalistisch unserem Schicksal ergeben sollten, dass wir das Suchen und den Streit um die wahrscheinlich richtigen Entscheidungen den anderen überlassen sollten. Gerade jetzt bitte nicht. (...) Grundsätzlich tun wir gut daran, uns den Imperativ der Selbstgewissheit abzutrainieren: Mehr Suchen und Zweifeln als eilfertige Ratschläge erteilen. Und sich engagierter für die Verlierer dieser andauernden Naturkatastrophe einsetzen - nicht nur politisch, nicht nur medial, sondern im eigenen Umfeld auch ganz persönlich."/ra/DP/he