KARLSRUHE (dpa-AFX) - "Badische Neueste Nachrichten" zu Corona/Wirtschaftslage:

"Ob ein Staat seine Schuldenlast tragen kann, hängt von der Wirtschaftsleistung ab. Beide Größen werden in der Wirtschaftswissenschaft in ein Verhältnis gesetzt. Bis Ende 2021 wird die Schuldenlast wegen der enormen Neuverschuldung von derzeit 60 auf rund 75 Prozent der Wirtschaftsleistung schnellen. Wenn das Gröbste überstanden ist und die Wirtschaft wächst, reduziert sich der Schuldenstand gemessen an der Wirtschaftskraft. Die Volkswirte der DZ-Bank haben sich eine Schätzung zugetraut und sagen voraus, dass 2025 die Verbindlichkeiten auf 65 Prozent der Wirtschaftsleistung sinken werden. [...] Daraus folgt, dass der Staat auch im neuen Jahr finanziell nachlegen könnte, wenn Wirtshäuser, Hotels und Geschäfte länger schließen müssen. [...] Über Jahre ist diese Politik der enormen Defizite jedoch nicht durchzuhalten. Falsch wäre es im Nachgang der schweren Krise, die Ausgaben zusammenzustreichen oder Steuern zu erhöhen, weil das die Erholung bremst. Es braucht eine Finanzpolitik der ruhigen Hand."/be/DP/nas