KARLSRUHE (dpa-AFX) - "Badische Neueste Nachrichten" zu Impfstoff Sputnik:

"[...] Dass Deutschland den weltweit ersten Impfstoff aus Russland braucht, steht außer Frage. Ja, Sputnik war wegen seiner überstürzten Freigabe im Heimatland suspekt, aber seine Wirkungsweise ist heute recht gut erforscht. [...] Schließlich darf man annehmen, dass die EMA das Produkt genau so gründlich prüfen wird wie alle anderen vier in der EU zugelassenen Impfstoffe. Europa sollte aber [...] schon jetzt in Verhandlungen mit der russischen Seite die wichtigsten Vertragsmodalitäten klären. [...] Natürlich geht es dem Präsidenten Putin beim Verkauf des Vakzins ins Ausland nicht um pure Wohltätigkeit, sondern um dringend benötigte Export-Einnahmen, die die durch Sanktionen gebeutelte Wirtschaft stabilisieren sollen. [...] Das ist aber legitim und in dieser heißen Phase der Pandemie zweitrangig. Wir brauchen heute alle Impfstoffe, die wir kriegen können. Deutschland kauft Erdgas aus Russland, bald wird es auch russischen Impfstoff kaufen. Und was spricht dagegen, vielleicht sogar gemeinsam mit Russland weitere Vakzine zu entwickeln?"/ra/DP/jha