KARLSRUHE (dpa-AFX) - "Badische Neueste Nachrichten" zur Grundsteuerreform:

"Warum die Frist ausgerechnet am 31. Oktober endet und nicht zum Jahresende oder zum 31. März kommenden Jahres, wird von den Behörden nicht begründet, sondern par ordre du mufti verkündet. Genauso verhält es sich mit der Anweisung, dass die Abgabe der Formulare ausschließlich auf elektronischem Wege zu erfolgen hat. Das Chaos ist programmiert (...) So steht die Reform der Grundsteuer symptomatisch für das Verhältnis des Staates und seiner Verwaltung gegenüber dem Bürger, ist Ausdruck eines noch immer tiefsitzenden obrigkeitsstaatlichen Denkens. Die Ämter verstehen sich nicht als Dienstleister, die für die Menschen da sind, sondern als staatliche Vollzugsorgane, die Befehle erteilen, denen die Bürger widerspruchslos zu gehorchen haben. Dabei sind sie es, die mit ihren Steuern den Staat am Laufen halten. (...) Zwei Dinge sind nötig: Die Frist muss verlängert werden, Formulare sollten auch schriftlich eingereicht werden können."/kkü/DP/he