BERLIN (dpa-AFX) - Die "Berliner Morgenpost" zum Abbiegeassistenten:

"Es gibt Verkehrsunfälle, die sich kaum verhindern lassen. Wenn plötzlich ein Reh auf der Fahrbahn steht und der Autofahrer trotz angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern gerät, können die Folgen verheerend sein. Andere Unfälle wären dagegen sehr wohl vermeidbar. Womit wir beim Thema der elektronischen Abbiegeassistenten für Lkw wären. Die Hilfssysteme sind längst ausgereift, und gemessen an den Gesamtkosten eines Lkw kosten sie auch nicht viel. Verpflichtend ist der Einbau aber noch nicht. Das ist eine Schande. Warum das nicht längst passiert ist? Speditionsfirmen konnten auf EU-Ebene offenbar ihre Lobby-Interessen durchsetzen - und der Politik fehlte die Kraft, um in den Dschungel von EU-Recht, bundesweit geltender Straßenverkehrsordnung und kommunaler Kompetenzen eine Schneise der verkehrspolitischen Vernunft zu schlagen. Was bleibt, ist die Wut."/yyzz/DP/men