BERLIN (dpa-AFX) - "Berliner Morgenpost" zu Corona-Hilfe für Barbetreiber:

"Am Anfang der Pandemie-Krise holte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) die Bazooka raus: die große Geldkanone. Im Vergleich dazu ist das, was der Berliner Senat am Dienstag vorbereitet hat, eher Pfeil und Bogen. Mit bis zu 3000 Euro will Berlins Landesregierung Barbetreibern helfen. Das wird einigen helfen, vielen aber nicht. Denn für die Barbetreiber, die ja gerade in der Nacht ihren Umsatz machen, gibt es zurzeit kein Geschäftsmodell. Wer auf die Zahlen schaut, weiß, dass die Bazooka nicht mehr endlos nachgeladen werden kann. Bei Bund, Ländern und Kommunen brechen die Einnahmen weg, gleichzeitig steigen die Ausgaben exorbitant. Umso wichtiger sind passgenaue Hilfen. Der Senat muss schauen, dass er mehr Pfeile in den Köcher bekommt. Das geht nur, wenn er teure Schönwetter-Projekte - wie das Vorkaufsrecht bei Immobilien - stoppt."/yyzz/DP/he