POTSDAM (dpa-AFX) - "Berliner Morgenpost' zu Potsdam:

"Es ist eine Tat, die sprachlos macht - oder doch sprachlos machen sollte, zumindest für einen Moment. Der gewaltsame Tod von vier Menschen, die zu den schwächsten der Gesellschaft gehören, an einem Ort, der ihnen Schutz bieten sollte, einem diakonischen Pflegeheim für Menschen mit Behinderung - das erschüttert, auch wenn man persönlich nicht involviert ist. Es gehört aber wohl zu den Umständen unserer Zeit, dass auch diesmal fast zeitgleich mit der schockierenden Nachricht in den sozialen Netzwerken der Chor jener einsetzte, die sofort wussten, wer oder was Schuld war. In diesem Fall: das überforderte Gesundheitssystem, die Politik, oder auch: der Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen. Nein, das "gemeinsame Rätseln" auf Twitter & Co., ist respektlos. Am Anfang, zumal nach einer so unbegreiflichen Tat, steht vor allem das gemeinsame Schweigen."/al/DP/he