BERLIN (dpa-AFX) - "Berliner Morgenpost" zu Sperrstunde für die Gastronomie:

"Der Ärger der Gastro-Branche über die Sperrstunde ab 23 Uhr ist verständlich. Denn alle Beteiligten sind sich zwar einig, dass für die stark steigenden Corona-Infektionszahlen Hochzeiten und Partys verantwortlich sind - nicht aber die legale Gastronomie, die nun zusätzlich gebeutelt wird. Mindestens müssten neue Reglementierungen mit neuen Hilfsangeboten verknüpft werden. Diese sind zwar angekündigt, kämen aber im November womöglich zu spät. In dieses Bild passt, dass der Hotelier Michael Zehden im Juni einen Rettungsfonds vorgeschlagen hat, mit dem die Hotel- und Gastronomiebetriebe über den Winter kommen könnten - und das Geld danach zurückzahlen sollen. Der Vorschlag wurde begrüßt, seit sechs Wochen hat Zehden aber nichts vom Senat gehört. Das erweckt den Eindruck, als ob im Senat so mancher den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt hat."/al/DP/he