BERLIN (dpa-AFX) - "Berliner Morgenpost" zu Wohnungskäufen:

"Stellen wir uns vor, Sie wollen eine Wohnung kaufen. Also rein in die Wohnung und dann unter jeden Teppich gucken, Wände auf Trockenheit prüfen und nach Schimmel forschen. Ist die Wohnung insgesamt in Ordnung, kauft man. So läuft das im Kleinen, denn es geht ja um das eigene Geld. Mit öffentlichen Mitteln wird hingegen lockerer umgegangen. Und gibt es politischen Druck, schnell Wohnungen zu kaufen, scheint Sorgfalt keine Rolle mehr zu spielen. 920 Millionen Euro haben zwei Quartiere in Spandau und Reinickendorf gekostet - begutachtet wurde offensichtlich nicht gut genug. Stattdessen wurden Gebäude von außen in Augenschein genommen. Den Zustand der Wohnungen schätzte man anhand des Alters. Ein teures Fehlverhalten, wie sich jetzt zeigt. Denn viele dieser Wohnungen sind asbestverseucht. Dieses Geschäft muss der Rechnungshof prüfen."/yyzz/DP/he