BERLIN (dpa-AFX) - "Berliner Zeitung" zu Umgang mit Russland:

"Wer keine neue Eiszeit mit atomarer Dauerbedrohung will, der muss zurückschauen, wie am Ende der Kalte Krieg überwunden wurde. Dieser dauerte mehr als vier Jahrzehnte. Mehrere Male stand die Welt kurz vor einem Atomkrieg. Verhindert wurde er nur, weil man neben der gegenseitigen Abschreckung Wege fand, miteinander zu reden. Dabei muss es eine Doppelstrategie geben: auf der einen Seite die Geschlossenheit und die militärische Stärkung des Westens, über die gerade so lautstark geredet wird. Aber nur darauf zu setzen, wäre gefährlich. Gerade die Bundesrepublik verfolgte ja im Kalten Krieg noch eine andere Strategie, vorangetrieben durch Ostpolitiker wie Willy Brandt und Egon Bahr. Sie nannte sich "Wandel durch Annäherung". Beides zusammen zeigte am Ende Wirkung."/yyzz/DP/nas