BERLIN (dpa-AFX) - "Die Welt" zu Comeback der Kanzlerin:

"Es ist erst wenige Monate her, da galten in der Union Auftritte mit der Kanzlerin als Malus. Dann kam Corona. Ausgerechnet das Virus, das ein ganzes Land in die soziale Isolation zwang, beendete in der Union Merkels Isolation. In der Krise glaubten die Deutschen wieder an ihre Kanzlerin, die Umfragewerte der CDU schnellten in die Höhe und mit ihnen die Annäherungsgesuche der Parteigranden an Merkel. Mittlerweile gilt für die Führungsambitionierten unter ihnen: Je näher an Merkel, desto näher an der Kanzlerkandidatur. Das sagt viel über die Schwäche der Union aus. Das eigentliche Kraftzentrum ist offenbar immer noch Angela Merkel. Sicherlich, in Krisenzeiten gilt der Kanzlerbonus. Im Wahlkampf aber wird die Union ohne ihn auskommen müssen. Dann müssen ein Laschet, Söder oder Spahn reichen."/yyzz/DP/he