FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zu Cum-Ex-Geschäften:

"Der Bürger darf sich weiterhin fragen, wie es dazu kommen konnte ... und wie solcher Missbrauch künftig verhindert werden kann - es geht schließlich um Geschäfte und Schlupflöcher nicht für Kleinsparer, sondern für den kenntnisreichen Großkunden, der mit Steuerverwaltung und Politik bestens umgehen kann. Eigentlich ein gefundenes Fressen für die SPD, erst recht im Wahlkampf. Doch ausgerechnet ihr Kanzlerkandidat, der Bundesfinanzminister, schweigt. Er muss offenbar schweigen, denn Olaf Scholz ist in den Cum-ex-Skandal verstrickt. ... So ist es kein Wunder, dass eine breite Opposition als Advokatin des ehrbaren Steuerzahlers auftritt und vom sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Aufklärung verlangt. Doch an Scholz blieb bisher kaum etwas hängen, was etwas über ihn, aber auch über seine Konkurrenz aussagt."/ra/DP/nas