FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zu EU-Finanzpaket:

"Zahlungen aus der Gemeinschaftskasse werden künftig an rechtsstaatliche Normen geknüpft. Dieser Mechanismus bleibt unangetastet. Nur seine Anwendung verzögert sich etwas. ... Für die Europäische Union ist das Ende der Blockade ein Augenblick der Wahrheit. Die wichtigste Lektion: Geld ist immer noch der größte Hebel. Polen bekam zuerst weiche Knie, als in Brüssel laut über einen Corona-Hilfsfonds zu fünfundzwanzigst nachgedacht wurde. Ungarn wollte die Milliarden aus Brüssel auch nicht verschmähen. Die beiden anderen Mitglieder der Visegrád-Gruppe hatten sich vorher schon aus der Sippenhaft befreit. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat damit den deutschen EU-Ratsvorsitz zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. In Europa ist der Weg jetzt frei für ein Hilfsprogramm, das in der Geschichte der Union ohne Vorbild ist."/zz/DP/nas