FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zu Innenminister Sachsen-Anhalts:

"Die Entlassung Stahlknechts als Innenminister ist schon der zweite Streich Haseloffs. Der erste bestand darin, dass er Stahlknechts Hoffnungen durchkreuzte, sein Nachfolger zu werden. Mehrere Fehltritte, die Stahlknecht zugeschrieben werden, hatten das Vertrauensverhältnis belastet. Auch dabei spielte der Flügelkampf in der CDU im Hintergrund eine wichtige Rolle. Haseloff bekämpft die AfD, andere waren und sind kompromissbereiter. Dieser Konflikt spielt auch die Begleitmusik zur aktuellen Koalitionskrise und wird die CDU weiter durchschütteln - nicht nur in Magdeburg. (...) Stahlknecht hätte zwar wissen müssen, dass sein Vorstoß als Versuch gedeutet werden würde, Haseloff zu stürzen. Das aber als Munition zu nutzen, um die Koalitionskrise anzuheizen, ist vorgezogener Wahlkampf."/ra/DP/jha