FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zu Laschets Lockdown in Gütersloh:

"Ministerpräsident Laschet [blieb] am Dienstag nicht nur objektiv, sondern auch subjektiv keine Wahl. Denn der Rheinländer, der Annegret Kramp-Karrenbauer an der Spitze der CDU nachfolgen will, darf nicht einmal entfernt den Anschein erwecken, er nehme das Ausbruchsgeschehen nicht ernst. Dann nämlich würde sich womöglich der Eindruck aus den ersten Wochen des "Lockdown" bestätigen, Laschet sei im Unterschied zum bayerischen Ministerpräsidenten Söder (CSU), der sich in puncto staatstragender Seriosität kaum überbieten lässt, und der krisenerprobten Bundeskanzlerin Angela Merkel eher als Bruder Leichtfuß unterwegs. Überdies liefe ... [er] bei schlechtem Krisenmanagement Gefahr, als Schönwetterpolitiker wahrgenommen zu werden und damit den Anspruch auf die Kanzlerkandidatur der Unionsparteien zu verwirken."/ra/DP/nas