FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zu Wahlkampf und SPD:

Zwar steht die SPD seit langer Zeit in den Meinungsumfragen wie festgenagelt bei 16 Prozent. Aber der Bürger ist beweglicher als bei vergangenen Wahlen. Warum sollte nicht auch die SPD davon profitieren? Gut 20 Prozent der Zweitstimmen könnten womöglich für die Kanzlerschaft reichen. Für die SPD bleibt aber ein Problem: Sie setzt ganz auf den Typ rot angestrichene Merkel ("Scholz packt das an"), die wird aber nur in Potsdam auf dem Stimmzettel stehen. Die Partei muss für die übrigen Bundesbürger gleichzeitig verschwinden und wählbar bleiben. Das hat bei Merkel gut funktioniert. Allerdings sollte daraus nicht der Schluss gezogen werden, die Deutschen wählten in erster Linie Personen. Die Bindungen an Parteien - es muss nicht immer dieselbe sein - sind noch stark ausgeprägt./yyzz/DP/ngu