FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zur Erhöhung EZB-Krisenprogramm:

"So vernünftig ein schnelles und beherztes Eingreifen von Staaten und Notenbanken in der Krise ist, so wichtig wird danach die Rückkehr in eine Art Normalmodus sein. Dabei sagt die Erfahrung, dass Schritte der Notenbank bisweilen erst mit Verzögerung richtig wirken. Wenn die EZB ihr Krisenprogramm jetzt kräftig aufstockt und bis März 2022 verlängert, dann spricht vieles dafür, dass sie auch in der Erholungsphase der Wirtschaft noch sehr expansiv sein könnte. EZB-Präsidentin Lagarde hat zwar angekündigt, man werde die Entwicklung weiter aufmerksam verfolgen und den Rahmen der Anleihekäufe womöglich nicht voll ausschöpfen. Erst einmal angekündigt, werden solche Schritte aber selten zurückgenommen: Zu groß ist sonst die Angst vor Entzugserscheinungen beim Absetzen der Droge des billigen Geldes."/ra/DP/nas