FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Rundschau" zu CDU/Kampf um die Macht:

"Ihre Instabilität ist ein Hauptgrund, warum CDU und CSU als mögliche Regierungspartner für FDP und Grüne so unattraktiv sind. Und ungeeignet. Dass Söders Bekenntnis zu Demut nach der Wahlniederlage nur leeres Gerede war, haben die beiden kleinen Parteien selbst zu spüren bekommen. Söder will Laschet nicht als Kanzler, weil er sich selbst dadurch eher geschwächt als gestärkt sähe. Deshalb möchte er der einzig möglichen Konstellation - einem Jamaika-Bündnis - den Todesstoß geben, bevor es eine Chance zum Ausloten gibt. Anders ist es nicht zu verstehen, dass er FDP und Grünen eine "De-facto-Absage" an Jamaika unterstellt, obwohl sie diese Option offengehalten haben. Eindrucksvoller hätte er nicht zeigen können, wie er agiert, wenn es eng wird: ohne Rücksicht auf Verluste. Das macht er so mit Laschet, das würde er mit jedem Partner machen. Und Laschet setzt seine ganze Kraft für die Rettung seiner Macht ein. Wird er nicht Kanzler, wird er nichts mehr in der CDU."/yyzz/DP/ngu