FRANKFURT (dpa-AFX) - "Frankfurter Rundschau" zu Ergebnisse der Klimakonferenz:

"Glasgow hat bestätigt, was sich seit Jahren abzeichnet. Der UN-Klimaprozess alleine kann wegen seiner Konstruktion das drängendste Menschheitsproblem nicht lösen. Er gibt nur den Rahmen, in dem die Staaten bestenfalls zu mehr Ambitionen motiviert werden können. Wirkliche Fortschritte wird es nur geben, wenn sich Vorreiterallianzen bilden, die andere Länder mitziehen. Hier hat es auf dem Gipfel wichtige Ansätze gegeben. Vor allem die überraschende Ankündigung von China und USA, trotz sonstiger Differenzen bei der Treibausgas-Reduktion vorangehen zu wollen. Die beiden sind die Nummern eins und zwei bei den globalen Emissionen. Sehr wichtig werden auch Kooperationen von Industrie- und Schwellenländern werden, bei denen die reichen Staaten die Energiewende im globalen Süden kräftig mitfinanzieren, wie mit Südafrika und Indien verabredet. Weitere Abkommen wie zur Methan-Reduktion, zum Verbrenner-Aus oder zum Ende der Finanzierung fossiler Energieprojekte können zusätzlichen Schub geben."/be/DP/he