DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu Autohersteller/Zulieferer:

"Ist (jetzt) der Moment, seine traditionellen Zulieferer hängen zu lassen? Das wäre unklug. Denn die Stärke der Autohersteller wird auch in Zukunft vom Funktionieren ihrer Lieferketten abhängen. Das gilt für die großen Konzerne wie für die Mittelständler. Wenn die Zulieferer (.) zu stark unter Druck geraten, steigt das Risiko von Qualitätsproblemen und Ausfällen infolge von Insolvenzen. Das kann gravierende Folgen haben: Mehr als einmal standen die Bänder der Autohersteller still, weil Sitzbezüge, Türgriffe oder Getriebekästen fehlten. Schon wenige Tage Stillstand können ein Quartal verhageln. Im eigenen Interesse sollten die Autohersteller ihre Macht nicht zu sehr ausreizen. Sie sollten ihren Investoren erklären, dass sie auf ein oder zwei Prozentpunkte Marge zugunsten ihrer Zulieferer verzichten, dafür die kommenden Jahre aber stabil produzieren. Autos sind nun einmal das Ergebnis von komplexen Lieferketten. Und nur mit amerikanischen Softwarekonzernen und chinesischen Batterieherstellern allein werden die Autokonzerne das Auto der Zukunft nicht bauen."/yyzz/DP/he