DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu Inflationsgipfel:

"Der erste Inflationsgipfel im Kanzleramt hat keine großen Ergebnisse gebracht. Erst wenn im Laufe des Jahres klarer sein wird, wie groß die Energie- und Preiskrise tatsächlich ist, sollen Entscheidungen fallen. Es bleibt zu hoffen, dass viele der jetzt diskutierten Maßnahmen bis dahin in Vergessenheit geraten sind. Die Ampelparteien sind im Vorfeld der konzertierten Aktion mit diversen eigentümlichen Vorschlägen vorgeprescht, um aus der angespannten Lage politisches Kapital zu schlagen. Damit hat die Koalition eine völlig falsche Erwartungshaltung geschürt. Denn die Politik kann gegen die Inflation nichts ausrichten. (...) Statt wie beim zweiten Entlastungspaket die Subventions-Gießkanne auszuschütten, muss die Ampel im anstehenden Herbst gezielt den Menschen helfen, die durch höhere Preise in Existenznot geraten. Untere Einkommen müssen ihre Gasrechnungen stunden können, im Extremfall zeitweise durch einen Gaspreisdeckel entlastet werden. Viel mehr steht nicht in der Macht der Politik."/ra/DP/jha