DÜSSELDORF (dpa-AFX) - "Handelsblatt" zu Plumpes Marketing im Bundeshaushalt:

"Der grüne Wirtschaftsminister Robert Habeck und der liberale Finanzminister Christian Lindner scheinen zu Wochenbeginn zu ein und derselben Person verschmolzen zu sein. Wort- und zeitgleich bejubelten sie folgenden Deal: Dafür, dass die Grünen die 100 Milliarden Euro an zusätzlichen Verteidigungsausgaben akzeptieren, bekommt die Ökopartei mehr Geld fürs Klima. Stolze 200 Milliarden Euro insgesamt. Von wegen Schieflage im Haushalt zugunsten von Aufrüstung und zulasten des Klimas! Bei Habeck reibt man sich aber verwundert die Augen. Denn die Grünen haben sich in den Verhandlungen so richtig über den Tisch ziehen lassen. Das ganze Gejubel ist nichts weiter als plumpe PR. Die 200 Milliarden setzen sich zu einem überragenden Teil aus der Addition von Ausgaben zusammen, die ohnehin immer schon geplant waren. Der Mehrbetrag, den die Grünen für die Bekämpfung der Klimakrise rausverhandelt haben, beträgt bei ehrlicher Rechnung: exakt null Euro. Um des lieben Koalitionsfriedens willen führt die Ampel die Bürger damit erneut an der Nase herum."/ra/DP/he