HEILBRONN (dpa-AFX) - "Heilbronner Stimme" zu Taiwan:

"Klar ist: Provokationen wie den Besuch der US-Repräsentantenhaus-Sprecherin Nancy Pelosi kann der Diktator nicht unwidersprochen lassen. Laut Beobachtern gibt es daher zwei Möglichkeiten. Entweder, China belässt es bei glaubhaften Drohungen, um das eigene Ansehen zu wahren, Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen aber nicht zu gefährden. Oder Xi wird einen Krieg beginnen, um Stärke zu zeigen und von innenpolitischen Konflikten abzulenken. Als gesichert gilt, dass die Eroberung der Insel höchstens aufgeschoben, nicht aufgehoben ist. In jedem Fall kann Taiwan nur verlieren. Zu groß ist die Abhängigkeit des Westens von China, als dass seinerseits Solidarität zu erwarten wäre. In Hongkong ließ man China die Demokratie abschaffen, ohne nennenswerte Reaktion. Das zeigt: Wenn es hart auf hart kommt, wird die viel zitierte wertebasierte Außenpolitik als Farce entlarvt."/DP/jha