KÖLN (dpa-AFX) - Der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag) zur Lage in Spanien:

"In Spanien ist zu beklagen, dass funktionierende Strukturen zur Nachverfolgung von Infektionsketten nicht existieren. Stattdessen wurde der radikale Lockdown umso radikaler wieder aufgehoben - in erster Linie mit Rücksicht auf den Tourismussektor, dessen ökonomische Bedeutung für Spanien überragend ist. Vorrangig Deutsche und Briten bringen Geld an die Küsten. Aber womöglich auch das Virus zurück. Es zeigt sich wieder einmal: Wer zu früh lockert, der vergrößert die Misere. Schon während der Finanzkrise hatte eigenes Verschulden zu größeren Härten geführt. Nun stehen Spanien wieder Jahre mit wachsenden wirtschaftlichen Risiken, steigender Arbeitslosigkeit und vermutlich abermals wachsender Abwanderung ins Haus."/zz/DP/men