KÖLN (dpa-AFX) - "Kölner Stadt-Anzeiger" zur kirchlichen Jahresstatistik 2020:

"Zur schonungslosen Offenbarung und dann womöglich auch zum Offenbarungseid kommt es erst bei der Statistik für 2021: Werden die Kirchen mit ihren geistlichen Angeboten wettmachen, was sie 2020 eingebüßt haben? Oder wirkt die durch Corona bedingte Zwangspause im kirchlichen Leben in nachpandemischen Zeiten als ein Schwundbeschleuniger? Menschen verlassen die Kirche, weil sie ihnen nichts mehr zu sagen hat - und weil sie dann nicht auch noch in Haftungsgemeinschaft für das genommen werden wollen, was die Kirche sagt. Oder tut. Dafür steht exemplarisch die laufende Austrittswelle im Erzbistum Köln und darüber hinaus. Wer jetzt geht, setzt das - vielleicht einzig wirkungsvolle - Zeichen der Gegenwehr gegen eine Institution und ihre Vertreter, die sich partout nicht ändern wollen und Reformbestrebungen als Zeitgeistgeklingel abtun."/DP/jha