MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Münchner Merkur" zu Laschet/Werteunion:

"Es gibt Parteimitglieder, auf die man als Chef gerne verzichten könnte. Max Otte, der neue Chef der konservativen Werteunion, ist so ein Fall. So groß sind seine Sympathien für die AfD, dass Grüne und SPD schön dumm wären, wenn sie die Personalie kurz vor der heiklen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nicht zur Mutter aller Skandale aufblasen würden. CDU-Chef Laschet hat dennoch Recht, wenn er das Verhalten des neuen Werteunion-Chefs jetzt erst mal eine Weile beobachtet, statt sofort zur Keule des Parteiausschlusses zu greifen. Die, die am lautesten danach rufen, haben selbst unerfreuliche Erfahrungen damit gemacht: Die Causa Sarrazin hat die SPD jahrelang erschüttert, und für die Grünen fängt die Gaudi mit ihrem Provokateur Boris Palmer gerade erst an. Zur Nachahmung ist all das nur bedingt zu empfehlen."/zz/DP/nas