MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Münchner Merkur" zu Söder/Laschet:

"Nein, Markus Söder ist nicht die feenhafte "Lady Di" der deutschen Politik, auch wenn sich die CSU alle Mühe gibt, ihren Chef nach dessen verhinderter Kanzlerkandidatur zum "Kandidaten der Herzen" auszurufen. Richtig aber ist, dass das Bedauern an der Unionsbasis über Söders Rückzug mancherorts Züge einer Staatstrauer annimmt. Für Laschet könnte das zum Problem werden. Vor allem dann, wenn die Wähler in ihrem Schmerz die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. Juni zum Referendum über den Kanzleranwärter umfunktionieren. Eine krachende Niederlage im Osten dreieinhalb Monate vor der Bundestagswahl hätte wohl die Wucht, die K-Frage noch einmal neu zu befeuern. Bis dahin wird die Union nicht wirklich zur Ruhe kommen. Die CSU sinnt nach ihrer Niederlage erkennbar auf ein Rückspiel."/yyzz/DP/nas