MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Münchner Merkur" zu Sonderrechten für Geimpfte:

"Gesundheitsminister Spahn begründet seine Absage an Sonderrechte für Geimpfte damit, dass die, die noch kein Impfangebot erhalten hätten, dafür nicht bestraft werden dürften. Das Argument entfällt aber spätestens dann, wenn alle Zugang zur Impfung hatten, ein Teil der Bevölkerung sich ihr aber verweigert. Dann lautet die ethische Frage anders: Sollen die, die mitgemacht und sich und andere damit geschützt haben, dafür bestraft werden, dass wegen der Impfverweigerer die Herdenimmunität nicht erreicht wird und die den Alltag empfindlich einschränkenden Corona-Maßnahmen deshalb aufrecht erhalten werden müssen? Am Ende werden Impfgegner akzeptieren müssen, dass ihnen manche Tür, ob in den Flieger oder den Kindergarten, verschlossen bleibt."/yyzz/DP/nas