MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Münchner Merkur" zum Lockdown in Gütersloh:

"Der überfordert wirkende NRW-Ministerpräsident hat spät und halbherzig reagiert. Ob die Weiterverbreitung des Virus über die Region Gütersloh hinaus nach langen Tagen des Zauderns und ohne striktes Reiseverbot noch zu stoppen ist, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Mit seinem Herumgeeiere zwingt er andere wie den Bayern Söder, selbst Vorsorge für die Gesundheit ihrer Bürger zu treffen und innerdeutsche Grenzen hochzuziehen - ein seit der Wiedervereinigung einmaliger Vorgang. Laschet wird mit so zum Sicherheitsrisiko. Der Verdacht steht im Raum, dass er sich von Argumenten leiten lässt, die wenig mit Corona, aber viel mit seinen persönlichen Kanzler-Ambitionen zu tun haben. Sollte sich von NRW aus tatsächlich eine zweite Corona-Welle in Gang setzen, wird sie auch Laschets Kanzler-Träume unter sich begraben."/ra/DP/nas