FRANKFURT/ODER (dpa-AFX) - "Märkische Oderzeitung" zu Führungszeugnis:

"Dürfen Menschen, die sich an Kindern vergriffen haben, jemals wieder mit Kindern arbeiten? Die CSU im Bundestag und mehrere Bundesländer haben eine eindeutige Antwort darauf: Nein. Eine Strafe wegen Kindesmissbrauchs soll lebenslang im Führungszeugnis der betreffenden Person verzeichnet bleiben. Auch wenn der Vorstoß populistisch anmutet: Er hat etwas für sich. Vor Ersttätern schützt eine solche Regelung allerdings nicht. Und: Die Täter würden im Führungszeugnis mit lebenslang verurteilten Mördern und Menschen gleichgestellt, die statt einer Strafe in die Psychiatrie gehen müssen. Sie trügen ein lebenslanges Stigma, was im Widerspruch zum Grundsatz der Resozialisierung im deutschen Justizwesen steht. Dieser Streit müsste dann wohl vor Gericht ausgetragen werden."/al/DP/he