FRANKFURT/ODER (dpa-AFX) - "Märkische Oderzeitung" zu Ostbeauftragten Wanderwitz:

"Marco Wanderwitz hat den Ostdeutschen bescheinigt, ein guter Teil von ihnen sei nicht in der Demokratie angekommen, man müsse auf die nächsten Generationen hoffen. Als Beleg dient, dass die Wahlergebnisse für die AfD in allen ostdeutschen Bundesländern deutlich über denen im Westen liegen. Doch beträchtlich ist der Anteil jüngerer AfD-Wähler im Osten. Heißt das, die gebrochene Einstellung zur Demokratie wird vererbt? Dann gäbe es wenig Hoffnung. Tatsächlich dürften die 31 Jahre nach dem Ende der DDR auf das heutige Wahlverhalten größeren Einfluss haben als die Zeit davor. Aus dem Gefühl heraus, Deutscher zweiter Klasse zu sein, wird nach unten getreten und Zuflucht in nationaler Überhöhung gesucht. Massenarbeitslosigkeit und westdeutsche Dominanz in allen Lebensbereichen haben Spuren hinterlassen, zu denen ein massiver Vertrauensverlust gehört. Den kann man aber abbauen. Bei jeder Generation."/al/DP/he