FRANKFURT/ODER (dpa-AFX) - Die "Märkische Oderzeitung" schreibt zu Sanktionen zu Belarus:

Letztlich ist es den Staaten der EU also gelungen zusammenzustehen, um für ihre gemeinsamen Werte einzustehen. Einige von ihnen nehmen damit durchaus Nachteile in Kauf, weil sie in den sanktionierten Wirtschaftsbereichen enger mit Belarus kooperieren als andere. Sie demonstrieren: Mit Menschenrechtsverletzern muss man keinen Handel treiben. Für die Opposition in Belarus - und die Welt - ist das ein wichtiges Signal. So nachvollziehbar und richtig das Vorgehen gegen Lukaschenko aber auch ist, es bleibt der schale Nachgeschmack, dass der letzte Diktator Europas vor allem als Schießbudenfigur dient. Man ballert auf ihn, um allen zu zeigen, wie toll man das kann. Aber nur, damit man nicht zugeben muss, dass man sich an die wirklich großen Figuren nicht herantraut./yyzz/DP/eas