FRANKFURT/ODER (dpa-AFX) - "Märkische Oderzeitung" zu Weizen-Programm:

"Vor dem Krieg kamen zwölf Prozent der globalen Weizenexporte aus der Ukraine. Das Getreide steckt jetzt fest. Welchen Beitrag kann Deutschland leisten, um mehr Weizen zu produzieren? Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) verhandelt mit der EU-Kommission, die strengen Regeln für die Fruchtfolge zumindest vorübergehend aufzuschieben. Eine gute Idee? Ja! Derzeit wird auf 600 000 Hektar Weizen angebaut. Das wäre, Stand jetzt, ab Herbst nicht mehr möglich. Hier kommt allerdings schon der erste Haken: Özdemirs Vorstoß würde lediglich verhindern, dass diese Menge dem Markt entzogen wird. Zusätzlicher Weizen, um die Ausfälle der Ukraine zu kompensieren, bedeutet er nicht. Dazu kommt: Die Fruchtfolge einzuschränken, wurde beschlossen, um die Regeneration der Böden zu verbessern. Das muss jetzt erst einmal hinten anstehen, um Preise und Hunger in den Griff zu bekommen. Klar ist: Nachdem die akute Krise Krieg überstanden ist, muss der Fokus der Landwirtschaft umso mehr auf Klimawandel und Biodiversität gerichtet werden. Das sind dann die Zinszahlungen."/al/DP/he