OSNABRÜCK (dpa-AFX) - "Neue Osnabrücker Zeitung" zu Verstößen gegen Impfreihenfolge:

"Das stinkt zum Himmel. Auch ein Bischof, Bürgermeister, Feuerwehr- und DRK-Mitarbeiter nutzten bundesweit die Gunst der Stunde, wenn sich tatsächlich oder angeblich kein anderer Impfkandidat mehr finden ließ und angebrochene Dosen bald verfallen wären. Der Harburger Rotkreuz-Chef räumte nach Kritik an diesem Vorgehen seinen Posten. Die meisten aber sind mit dem Eingestehen eines Fehlverhaltens vorsichtig, aus gutem Grund: Sich unberechtigt eine Impfung zu verschaffen ist keine lässliche Sünde. Da der Wirkstoff das eigene Leben retten kann, bedeutet seine Nutzung in Zeiten des Mangels im Umkehrschluss automatisch, jemand anderen in mittelbare Lebensgefahr zu bringen."/yyzz/DP/he