ESSEN (dpa-FX) - "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" zu Söder und Laschet:

"Ob NRW-Ministerpräsident Laschet sich vergnügt auf die Schenkel geklopft hat, als die Coronatest-Panne seines Kontrahenten Markus Söder bekannt wurde? Ausgerechnet dem Bayern, der sich so gern als mahnender und strenger Krisenmanager geriert, passiert nun ein Fehler. Tatsächlich besteht kein Anlass für Häme über Söders Panne; schon gar nicht in NRW. Die hiesige Landesregierung wankt seit Monaten wie ein Boot zwischen Lockerungen und Restriktionen. Eine klare Linie ist nur schwer zu erkennen. Politik hat die Aufgabe, aus diesem Spannungsfeld einen guten Weg in die Zukunft zu finden. Eine sehr schwere Aufgabe, für die es Sachverstand und Geradlinigkeit braucht, aber eben kein Schaulaufen für die nächste Bundestagswahl. Söder ist dabei nun ins Stolpern geraten, er wird aber bald wieder Triff fassen. Laschets Kanzler-Ambitionen sind dadurch keinen Deut besser geworden. Unterm Strich helfen solche CDU-internen Sticheleien nur einem: Olaf Scholz."/yyzz/DP/nas