OLDENBURG (dpa-AFX) - "Nordwest-Zeitung" zu Wirecard/Scholz:

"Der Kanzlerkandidat der SPD illustriert, dass er eine schwierige Personalie ist. Als Finanzminister zuständig für die deutsche Finanzaufsicht Bafin, schöpfte er keinen Verdacht, als seine Beamten das Unternehmen mit Samthandschuhen anfassten. Und das, obwohl es jede Menge öffentlicher Hinweise auf zweifelhaftes Geschäftsgebaren bei Wirecard gab? Das ist nicht zu erklären. Es gab massiven Medienrummel um diese Angelegenheit. Doch das war kein Anlass für den Minister, eine Chefsache draus zu machen? Gutes Regieren ist das nicht. Sollte also jemand Kanzler werden, der trotz Tausender Beamter im Ministerium und jeder Menge Warnungen den schlimmsten Wirtschaftsskandal seit 1945 nicht bemerkt haben will? Wohl lieber nicht."/ra/DP/he