OLDENBURG (dpa-AFX) - "Nordwest-Zeitung" zur Krise an der polnischen Grenze:

"Nun muss Innenminister Seehofer in Warschau die Wogen glätten. Die hatte Noch-Kanzlerin Merkel produziert, als sie über die Köpfe der polnischen Regierung hinweg mit dem weißrussischen Diktator Lukaschenko über die Asylkrise an der polnischen (!) Grenze telefonierte. Warschau war zu Recht empört. Nicht nur wegen der Nonchalance, mit der die Deutsche sich anmaßte, in polnischen Angelegenheiten tätig zu werden. Da kam auch mit Recht der Verdacht auf, hier solle einmal mehr die Merkel-Variante der Asylpolitik durchgedrückt werden. Dabei beweist Polen - und das zum Segen der EU - was Merkel immer bestritten hat: Grenzen kann man natürlich sichern. Wenn man es nur will. An der EU-Ostgrenze bricht das deutsche Asyl-Narrativ gerade völlig in sich zusammen."/yyzz/DP/he