PFORZHEIM (dpa-AFX) - "Pforzheimer Zeitung" zu Aufstand der letzten Generation:

"Manches ändert sich nie: Die junge Generation neigt dazu, wütend zu sein. Die Älteren vergessen dann gerne, dass sie selbst mal jung waren, und reagieren mit Gegenwut. So auch jetzt, da die Aktivisten vom "Aufstand der letzten Generation" zum zivilen Widerstand aufrufen und Häfen sowie Autobahnen blockieren. Die Aktivisten haben sinnvolle Ziele - doch sie stellen Ultimaten, drohen bei Nichterfüllung mit weiteren Aktionen, zusammengefasst: Da läuft eine Art Erpressung im Dienste des vermeintlich Guten. Und so wundert es nicht, dass Union und AfD mit aller juristischen Härte vorgehen wollen. Auch das ist natürlich legitim. Ob es klug ist, ist eine andere Frage: Denn derzeit ist der Zulauf für den "Aufstand der letzten Generation" sehr überschaubar, selbst Unterstützer wenden sich angesichts des missionarischen Eifers ab. Das würde sich womöglich ändern, wenn die Gruppe sich nun zu Märtyrern stilisieren könnte. Was einmal mehr zeigt: Verbissenheit führt nicht zum Ziel. Keine Generation."/DP/jha