PFORZHEIM (dpa-AFX) - Die "Pforzheimer Zeitung" zum Testbetrug:

"Fehler passieren, in Ausnahmesituationen wie einer bisher noch nie dagewesenen Pandemie allemal. Spahn kann davon allerdings inzwischen ein langes Liedchen singen. Nun sagt er, die Betrüger sollten sich "schämen". Sicher, aber Kriminelle und Scham passen nicht zusammen, der Hinweis dürfte also niemanden jucken. So eine Aufforderung klingt deshalb mehr nach Kapitulation vor den Missständen. Die richtigere Botschaft wäre gewesen, dass sich die Täter jetzt fürchten müssen vor Polizei und Justiz. Was auch nicht hilft ist, die Verantwortung nun von einer Ebene zur nächsten zu delegieren, auch wenn andere sicherlich an den Vorgängen eine Mitschuld tragen. Unter Druck steht vielmehr jetzt wieder einer: Minister Spahn."/yyzz/DP/men