HEIDELBERG (dpa-AFX) - "Rhein-Neckar-Zeitung" zu Merkel/Abschied:

"Die "letzten Male" gibt es jetzt öfter. Am Dienstag die letzte Fraktionssitzung der Union - mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Am Mittwoch die letzte Fragestunde im Bundestag - so "letzt" sich das hin bis Ende September. Und schaut man sich die vielen kleinen Abschiede der Pfarrerstochter an, so bleibt die "mächtigste Frau der Welt" unprätentiös wie immer. Nur keine Aufregung. Wie anders fiel da der Abschied von Helmut Kohl aus? Aus dem Amt gewählt. Und Gerhard Schröder? Konnte seine Niederlage gar nicht fassen. Lieferte eine peinliche Fernsehvorstellung, die dann auch denen, die ihn unterstützt hatten, signalisierte: Ist vielleicht einfach jetzt an der Zeit. An selbiger, also an der Zeit, ist freilich auch Merkels Ausscheiden aus dem Kanzleramt. Nicht, weil sie "weg" müsste. Sondern weil Kanzlerjahre harte Jahre sind. Verschleißende Jahre. 16 davon hat sie dann hinter sich. Noch kein "Wrack", wie sie einst fürchtete. Aber die vielen letzten Male - sie kommen doch folgerichtig."/ra/DP/he