KOBLENZ (dpa-AFX) - "Rhein-Zeitung" zur Gedenkfeier an die Corona-Opfer:

"Schmerz und Trauer sind leise. Oft stumm. Das Schicksal, allein zu sterben, keinen Abschied nehmen zu können, ist für die, die mitten im Leben stehen, oft nicht zu begreifen. Die Gesellschaft ist sehr schnell im Vergessen. Aber 80 000 Menschen sind gestorben. Ihr Leid relativiert mitnichten das Leid, den Tod, der auch sonst in der Gesellschaft Raum hat. Man darf Leid nicht gegeneinander ausspielen. Allerdings ist diese Pandemie - ebenso wie etwa Kriegserfahrungen und Naturkatastrophen - ein nationales Trauma. In diesem Fall sogar ein globales. Deswegen ist es richtig, gemeinsam zu gedenken. Es brauchte diesen Moment des Innehaltens dringend. Es war ein würdiges Gedenken mit den Stimmen der Angehörigen und einer wichtigen Rede des Bundespräsidenten. Ein erster Schritt. Viele weitere werden folgen müssen."/yyzz/DP/he