LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - "Rheinpfalz" zu Nato:

"Man muss sich nicht gleich die "Hirntod"-Diagnose des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zu eigen machen, um zu konstatieren: Das westliche Bündnis steckt in einer tiefen, durchaus existenziellen Krise. Und die ist keineswegs damit zu Ende, dass anstelle des zerstörerisch agierenden Donald Trump mit Joe Biden künftig ein überzeugter Transatlantiker im Weißen Haus sitzt. Deshalb ist eine Debatte über eine Reform des Bündnisses (...) längst überfällig. Aber dabei darf es nicht bleiben; es müssen möglichst rasch spürbare praktische Konsequenzen gezogen werden. Der Hinweis ist wichtig, weil sich abzeichnet, dass zumindest einer der 30 Nato-Staaten beim Weg Richtung "neue" Nato als Bremser, gar Blockierer agieren könnte: die Türkei. Ankara lässt seit einiger Zeit keine Gelegenheit aus, um andere Nato-Länder politisch und militärisch zu provozieren. (..) Ein solches Mitglied zersetzt auf Dauer eine Organisation, die, um glaubwürdig zu sein, ein Mindestmaß an Zusammenhalt braucht."/al/DP/jha