MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Süddeutsche Zeitung" zu Bundespräsident/Amtszeit:

"Natürlich ist Steinmeier das Oberhaupt eines Deutschlands, in dem die Distanz zwischen vielen Bürgern und der Politik immer größer zu werden scheint. So ernst der Bundespräsident diese Stimmung nimmt, so klar zieht er auch Grenzen, wenn es nur um Stimmungsmache geht. Steinmeier, der viel im Land unterwegs ist, begegnet den Menschen dabei in einer Doppelrolle: Als Staatsoberhaupt, der Alltagspolitik enthoben, kann er zuhören; als erfahrener Politiker, der Zwänge und Komplexitäten des Geschäftes aus mehreren Jahrzehnten kennt, kann er erklären. Legt man die alte Beschreibung zugrunde, dass ein Bundespräsident vor allem über die Macht des Wortes verfügt, so zeichnet Steinmeier aus, dass er das bisschen Macht mit den Bürgern in vielen Gesprächen teilt. Es ist wahrscheinlich, dass die nach insgesamt fünf Jahren nicht nur das Amt, sondern auch seinen Inhaber wie selbstverständlich behalten wollen."/DP/jha