MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Süddeutsche Zeitung" zum Wahlkampf der Union:

"Als Wahlkämpferin hat die CDU mindestens drei Probleme. Sie regiert seit 16 Jahren, kann sich also für die eigenen Versäumnisse schlecht anprangern. Der Kanzlerkandidat ist mäßig bekannt und rangiert in den Sympathiewerten deutlich hinter der Bundeskanzlerin; mit ihm sollte man also sparsam werben. Und die CDU erhebt noch immer den Anspruch, als Volkspartei aufzutreten. Deshalb muss sie so ziemlich alle Milieus, Generationen und Spielarten der Gesellschaft ansprechen und bei Laune halten. Unter diesen Voraussetzungen bleibt der Partei lediglich der Wohlfühlwahlkampf. In dem wimmelt es nur so von glücklichen Menschen, die in einem sonnendurchfluteten Deutschland hart für "Stabilität und Erneuerung" arbeiten, "gleichberechtigt" an einem, wo sonst, "runden Tisch" "gemeinsam machen". Ein Wahlkampf als runde Sache, der "Unionskreis" hält das Land fest umschlossen."/DP/jha