SAARBRÜCKEN (dpa-AFX) - "Saarbrücker Zeitung" zur neuen Corona-Strategie des Saarlandes:

"Bei aller Aufregung im Bund über das Vorgehen des Saarlandes: Im engeren Sinne haben sein Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Vize-Regierungschefin Anke Rehlinger (SPD) gar nichts so Sensationelles verkündet. Die Öffnung mit Tests bei stabiler Inzidenz war schon Kern des Stufenplans der Länder von Anfang März. (.) Neu ist aber vor allem, dass die Saar-Regierung eine Erzählung für ihr Vorgehen gefunden hat, eine Botschaft: Wo getestet wird, ist fast alles möglich. Diese Erkenntnis ist so bestechend wie einfach - beste Voraussetzung, bei den Bürgern anzukommen. Denn es braucht einen Ruck. Regeln, die nicht beachtet werden, bringen nichts, wissen Epidemiologen - und dass die "Compliance" (Einhaltung) mit der Zeit sinkt. (.) Es ist so einfach: Zehn Getestete auf einem Fleck sind besser als fünf Ungetestete. Das müsste auch Karl Lauterbach anerkennen."/yyzz/DP/he