RAVENSBURG (dpa-AFX) - "Schwäbische Zeitung" zu Genforschung/Landwirtschaft:

"Bei der Gentechnik auf Äckern sind sich Bürger und Politik einig: die übergroße Mehrheit lehnt genveränderte Tomaten ab. Doch es bedarf einer neuen Bewertung. Dafür gibt es gute Gründe. Die Wissenschaft führt die nötigen Debatten ernsthaft: So haben deutsche Forschungsgesellschaften differenzierte Positionen zu Fragen und ethischen Hürden erarbeitet. Nun ist es an der Politik, ihre Schlüsse daraus zu ziehen. Die Grenzen sind klar: Niemand will Designer-Babys, niemand will einen gentechnisch optimierten Menschen. Doch jenseits davon bleiben Abwägungen zu treffen zwischen Gefahr und Chance. Viele Politiker scheuen jedoch die Debatte. Zu komplex das Thema, zu unbeliebt beim Wähler. Auch deswegen hat Winfried Kretschmann Freilandversuche im Südwesten gestoppt. Doch gerade die Grünen sollte beweisen, dass sie der Wissenschaft vertrauen. Die Potenziale einer neuen Technologie dürfen nicht unerforscht bleiben, weil es nicht zur Ideologie passt oder Wähler vergraulen könnte."/yyzz/DP/he