RAVENSBURG (dpa-AFX) - "Schwäbische Zeitung" zu Kulturkonzepte:

"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Karl Valentin hat das gesagt, und sein Satz gilt damals wie heute. Für die Arbeiter in der Kunst dient sie nicht dem Zeitvertreib, sondern dem Broterwerb. Immer wieder beteuern Politiker, wie wichtig die Kunst auch in Zeiten von Corona ist. Erst am Dienstag hat Bundeskanzlerin Merkel im Gespräch mit Kulturschaffenden Verständnis für deren Sorgen geäußert. Doch das reicht nicht. Der Optimismus bei den Veranstaltern der Bregenzer Festspiele kann Beispiel dafür sein, was es heißt, Perspektiven zu schaffen. Denn: Wer nicht plant, hat schon verloren. Man sollte sich von der Idee verabschieden, dass es auf die Pandemie überall dieselbe Reaktion geben muss. Ungerechtigkeiten lassen sich nicht vermeiden. Aber die Ungerechtigkeit, dass sich Künstler immer hinten anstellen, wenn es um Öffnungsschritte geht, schadet nicht nur den Betroffenen, sondern allen. Denn Kunst wird helfen, diese existenzielle Krise zu verarbeiten."/zz/DP/he