RAVENSBURG (dpa-AFX) - "Schwäbische Zeitung" zu Mangelwirtschaft/Bundeswehr:

"Bei ihrem ersten Besuch am Standort Laupheim dürfte die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl, auf frustrierte Soldaten stoßen. In ihrem Bericht, den sie am Dienstag vorlegte, beweist Högl, dass die ausufernde Beschaffungsbürokratie ein munteres Eigenleben führt. Die Mangelwirtschaft mit dem längst beendeten Sparkurs zu erklären, zieht nicht mehr. Auch die disruptive Innovationskraft der Digitalisierung macht einen weiten Bogen um die Beamten. Absurd: Soldaten müssen ihr drahtgebundenes Feldtelefon ("Ackerschnacker", Einführung 1977) ausschalten und Privathandys nutzen, um mit Nato-Partnern Daten auszutauschen. Nach Jahrzehnten der Unterfinanzierung hat die Bundeswehr genug Geld, kann es aber nicht ausgeben: Die künftige Bundesregierung sollte das Verantwortungspingpong zwischen Truppe, Ministerium und Beschaffern beenden und die Beschaffung an Einsatzgrundsätzen ausrichten. Dann kann die Truppe den "Ackerschnacker" endlich abschalten."/be/DP/he